Es war spannend bis zum Schluss

Escrito em 13.06.2019 de Thilo Braun
Equipe: Modis ITO GmbH, Erfurt
Município: Erfurt

Hallo zusammen,

die drei Wochen Stadtradeln sind nun rum, und irgendwie scheint es mir zu wenig zu sein. Natürlich bin ich viel mehr gefahren als üblich. Schließlich wollte ich ja ordentlich Kilometer sammeln. Und ich habe tatsächlich die 1000 geknackt - nach 655 im letzten Jahr. Dabei habe ich mir einen kleinen privaten Wettkampf mit einem meiner Kollegen geliefert. Wir haben uns dabei gegenseitig angespornt.

Für mich war die Motivation, mich als Stadtradeln-Star zur Verfügung zu stellen, sichtbar zu machen, dass man seine gesamte Alltagsmobilität auf dem Fahrrad aufbauen kann - mit ein bisschen Hilfe des öffentlichen Personentransports, natürlich. Aber ein eigenes Auto braucht man dazu nicht. Letzten Endes ist das wichtigste Hindernis auf dem Weg zur Veränderung ein Mangel an Fantasie. Denn oft kann man sich einfach nicht vorstellen, dass etwas funktioniert, bevor man es nicht ausprobiert hat.
Deshalb in diesem Zusammenhang der Hinweis auf die Aktion von AOK und ADFC "Mit dem Rad zur Arbeit" (https://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/sachsen-thueringen/index.php). Ziel ist, noch bis Ende August an 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren (oder als Fernpendler wenigstens eine Teilstrecke, z. B. zum Bahnhof). Einfach mal ausprobieren, es lohnt sich und wird wahrscheinlich zu der einen oder anderen überraschenden Erkenntnis führen.

Die erste Woche ohne meine Teilauto-Karte hatte ich allerdings ein etwas merkwürdiges Gefühl der Verunsicherung. Ich hatte nicht wirklich vor, etwas mit dem Auto zu machen, aber offenbar ist es für mich beruhigend - und völlig ausreichend - zu wissen, ich könnte ein Auto nutzen, wenn wirklich alle Stricke reißen. Und vielleicht ist auch das ein Konzept, das den einen oder anderen Autobesitzer dazu bringen kann, sein Auto abzuschaffen.

Ansonsten kann ich mich nur den Worten von Elisabeth Kolbe anschließen, dass sowohl bei der Infrastruktur als auch bei den Vorrausetzungen, die die Arbeitgeber für mehr Radverkehr schaffen können, noch reichlich Luft nach oben ist. Und da hilft vielleicht hier und da ein bisschen rumzuquengeln, um Dinge in Bewegung zu setzen.

Und sollte es nächstes Jahr wieder Stadtradeln-Stars für Erfurt geben, werde ich gern wieder dabei sein.

Liebe Grüße,

Thilo

Compartilhar: Facebook | Twitter | Google+