Critical Mass Erfurt

Imagem Escrito em 01.06.2019 de Thilo Braun
Equipe: Modis ITO GmbH, Erfurt
Município: Erfurt

Wie jeden letzten Freitag im Monat fand auch diesmal die Critical Mass (CM) in Erfurt statt. Und wie üblich starteten wir um 18:30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Rund 100 Teilnehmer waren dem Aufruf gefolgt.
Bei strahlendem Wetter ging es diesmal kreuz und quer durch die kleinen Altstadt-Straßen und -Gassen, aber auch ein gutes Stück über den Juri-Gagarin-Ring. Schließlich will die CM darauf aufmerksam machen, dass Radfahrende den Verkehr nicht behindern, sondern selbst Verkehr sind und damit dieselben Rechte haben wie die Autofahrenden. Und dass es bitter nötig ist, darauf immer wieder hinzuweisen, erleben wir auf dem Rad leider im Alltag mit hässlicher Regelmäßigkeit.
Bei den Menschen am Straßenrand allerdings fanden sich viele freundliche Gesichter und winkende Kinder. Immerhin ist den meisten Menschen, die in der Stadt wohnen, schon bewusst, dass Fahrräder weit weniger Lärm und Luftverschmutzung verursachen als Autos. Und dass mehr Radverkehr, der den Autoverkehr zurückdrängt und ersetzt, eben auch mehr Lebensqualität für sie selbst bedeutet.
Überhaupt, Lebensqualität. Was ist das eigentlich? Ich denke, in unserer Sucht nach Zahlen, Daten, Fakten haben wir übersehen, dass es Dinge gibt, die sich nicht ganz so einfach in Statisken pressen lassen. Und so haben wir statt Lebensqualität eher Lebensquantität gemessen. Nach dem Motto: "Mehr Geld = größere Autos = mehr Lebensqualität." Ist ja auch einfacher.
Aber wenn man anfängt, diesen Mechanismus mal zu hinterfragen, entdeckt man dann nicht zwangsläufig ganz andere Dinge, die viel wichtiger sind?

Wie auch immer. Für die, die es wollten, klang der Abend im Paulinchen aus, bei leckerem Essen und Trinken und angeregten Gesprächen.

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