Das war hart!

Imagem Escrito em 30.05.2019 de Thilo Braun
Equipe: Modis ITO GmbH, Erfurt
Município: Erfurt

Heute habe ich eine echte Gewalttour hinter mich gebracht, die so gar nicht geplant war. Fast 110 Km, von Erfurt über Gotha nach Arnstadt-Dosbach (Ziegenried) und wieder zurück nach Erfurt.
Dabei habe ich mehrfach unterwegs den Plan geändert. Es ging einfach nur darum, ein bisschen rumzufahren. Nur der Abstecher ins Ziegenried (zum Schafskäsehof) war fest eingeplant.
Die Rückfahrt von Arnstadt nach Erfurt hat auch nur noch funktioniert, weil ich genau wusste, was auf mich zukam. Der Weg ist tendenziell ganz leicht abschüssig, weil er der Gera flussabwärts folgt. Außerdem herrschte leichter Rückenwind. Ansonsten hätte ich wohl ab Arnstadt den Zug genommen.
Aber so hatte mich der Ergeiz gepackt und ich wollte unbedingt so viele Kilometer wie möglich für's Stadtradeln zusammenbekommen.

Andererseits ist Fahrrad fahren aber meist auch sehr entspannend. Auf vielen Strecken braucht man nicht viel Aufmerksamkeit. Nur schlechter Untergrund oder die Benutzung von Straßen mit zu viel Autoverkehr erfordern tatsächlich Konzentration. Und so kann man oft auch während der Fahrt seinen Gedanken nachhängen.
Der Weg an der Gera entlang ist in weiten Teilen recht idyllisch und bietet Möglichkeiten zur Rast und Ruhe und Einsamkeit. Und so konnte ich ein bisschen im Fluss herumstapfen. Meine Sandalen können das ab, und ich auch. Gut, das Wasser ist noch immer schneidend kalt, aber der Trick ist, sich nichts daraus zu machen.
Und so kam mir beim Waten im Fluss diese neuere Theorie wieder in den Sinn, wie die Menschen gelernt haben, aufrecht zu gehen.
Die gängige Theorie sagt ja, unsere Vorfahren hätten sich in der Steppe wegen des hohen Grases immer wieder aufrichten müssen, um nach Beute und Feinden Ausschau zu halten. Und irgendwann hätte es sich als Vorteil erwiesen, gleich auf zwei Beinen zu gehen.
Die neurere Theorie dagegen sagt, wir Menschen sind in Wahrheit Ufer-Tiere. Wir haben bei der Suche nach Nahrung an den Ufern von Flüssen und Seen gelernt, aufrecht zu gehen. Immerhin sind Muscheln und Krebse bei weitem nicht so schnell wie Hasen, zum Beispiel. Jedenfalls kann man aufrecht tiefer ins Wasser rein. Und die Übersicht ist besser, da man von Spiegelungen an der Oberfläche nicht behindert wird.
Für mich hat das was für sich. Ist aber natürlich heutzutage eher nicht von praktischer Bedeutung. Und weder die eine noch die andere Theorie werden sich je beweisen lassen.

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