Blogue da celebridade da campanha PEDALACIDADE: Eichstätt


Corona hat´s vorgemacht

Imagem Escrito em 03.07.2020 de Markus Tyroller
Equipe: Waldkindergarten Eichstätt
Município: Eichstätt

Was im Februar undenkbar war, war im März Realität.
Leere Schulen, Leere Kindergärten, geschlossene Geschäfte, leere Straßen... unser aller Alltag hatte sich - fast übernacht - drastisch geändert.
Die Wissenschaft war sich einig, es liegt eine Bedrohung für das Leben vor, die Politik handelt und die Bürger machen mit und befolgen die verordneten Maßnahmen.
Dank diesem entschlossenem und einheitlichen Handeln konnte Schlimmes verhindert werden. So schwierig es auch war, aber dies zeigte, was alles möglich ist, wenn wir alle auf ein Ziel hin arbeiten.

Genau so ein entschlossenes und einheitliches Handeln brauchen wir um die Klimakatastrophe abzumildern und den Klimawandel aufzuhalten!

Die Ausgangssituation ist die gleiche:
Die Wissenschaftler sind sich einig, es liegt eine Bedrohung für das Leben vor.
Nur WO bleibt die Handlung der Politik?
Heute wurde durch die Verabschiedung des Kohleausstiegsgetzes, das Erreichen bestehender Ziele aus dem Klimaschutzgesetz unmöglich gemacht. Kohlekraftwerke dürfen bis 2038 weiterbetrieben werden. Knapp die Hälfte der Braunkohlekraftwerke sollen erst 2034 abgeschaltet werden... Deutschland als Vorreiter im Umweltschutz???
https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-kohleausstiegsgesetz-ist-eine-farce-abschied-von-der-kohle-muss-viel-schneller-kommen/

Warum folgt die Politik hier nicht dem wissenschaftlichen Konsens und handelt entschlossen zum Schutz des Lebens?

Gegen Corona wird es irgendwann einen Impfstoff geben, Quarantäne, Selbst-Isolation, und Abstandsregel helfen auch die Übertragung zu verlangsamen. Erkrankte können medizinisch versorgt und so gerettet werden.
Aber was hilft, wenn die Erderwärmung die kritische Grenze von 2 Grad überschreitet?
Was hilft wenn, vermehrt globale Wetterextremereignisse eintreten und Fehlernten verursachen?
Was hilft, wenn große Bereiche im globalen Süden unbewohnbar werden und noch viel mehr Menschen sich auf die Flucht begeben müssen?

Dann ist es zu spät. Jetzt haben wir noch die Möglichkeit zu handeln. "Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen, das Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten, die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und eine lebenswerte Zukunft für derzeit lebende und kommende Generationen gewinnen." https://www.scientists4future.org/stellungnahme/stellungnahme-de/

Rasches und konsequentes Handeln sieht anders aus, als das, was die Politik für den Klimaschutz unternimmt. Möchtest du weiter auf die Politik warten und hoffen, oder lieber nur darüber schimpfen dass sie zu wenig macht? Oder selbst zum Wandel beitragen? Auch wenn wir nicht die ganze Welt ändern können, können wir aber unsere Welt ändern.
Das Stadtradeln in Eichstätt ist jetzt vorbei und die letzten Wochen drei Wochen haben mir gezeigt, dass es nach kurzer Umstellungsphase sehr gut möglich ist den Alltag mit dem Ebike statt mit dem Auto zu bewältigen. Ich lasse meinen Autoschlüssel für weitere drei Wochen bei der Stadt.
Was machst du?

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35kg CO2

Imagem Escrito em 03.07.2020 de Markus Tyroller
Equipe: Waldkindergarten Eichstätt
Município: Eichstätt

in den letzten Wochen habe ich 35kg CO2 eingespart, weil ich nicht mit dem Auto gefahren bin. Schön, das ist ja schon mal was.
Ich habe auch gesehen wie Eltern ihre Kinder jeden Tag mit dem Rad in den Waldkindergarten bringen, und manchmal nicht nur ein Kind sondern auch zwei oder drei, und das bei jedem Wetter. !RESPEKT!
Für mich seid ihr die echten "Stadtradelstars"
Da werden auch kiloweise CO2 eingespart.
Aber wie kann ich CO2 einsparen, wenn ich eine Radltour mache? Oder auf dem Fahrrad radle um Sport zu machen? Da gibt es keine Einsparung an CO2!
Eine Fahrradtour fährt man nunmal nicht mit dem Auto also wird auch kein gramm an CO2 eingespart.
Klar gehört das zum Stadtradeln dazu und ist ein Teil des Gemeinschaftserlebnis, zusammen Kilometer runterzureißen und Spass dabei zu haben.
Nur leider verliert dadurch die Aussage der Stadtradeln Aktion "XX.xx Tonnen an CO2 eingespart" an Aussagekraft und stimmt einfach nicht.
Da wünsche ich mir fürs Stadtradeln 2021 eine Möglichkeit mit der bei jeder Fahrt angeben werden kann, ob das eine Fahrt war bei der das Auto durch das Fahrrad ersetzt wurde. Einen Haken an das Kästchen setzen, und es wird die echte Anzahl an eingesparten CO2 Tonnen gemessen. Das sollte doch machbar sein, oder?

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Markttag

Imagem Escrito em 03.07.2020 de Markus Tyroller
Equipe: Waldkindergarten Eichstätt
Município: Eichstätt

Der Wocheneinkauf steht bevor. Da ich letzte Woche nicht zum einkaufen kam, kommt jetzt einiges zusammen.
Zuerst zum Markt und frisches Bio Gemüse, Obst und Brot. Das kommt alles in den Rucksack und da ist sogar noch Platz.
Danach gehts zum "Einfach So" Unverpackt Laden, die Behälter sind ja schon sperrig und schwer, passen aber alle gut in die Satteltasche. Da hatte ich etwas Sorge dass die klirren und bei jeder Unebenheit in der Fahrbahn aneinanderstoßen aber dem ist gar nicht so. Das was ich beim Markt nicht bekommen habe gibts beim Bio-Supermarkt und für den besten veganen Käse der Stadt radel ich gern zum Rewe ins Industriegebiet.
Den Schießstättberg zieht mich der Motor von meinem E-Bike mit Leichtigkeit hoch und wie schwer das alles war, merke ich erst als ich das Rad daheim die Treppen hochheben will. So jetzt können der kleine und auch der große Hunger kommen und das Auto kann weiter auf mich warten.

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Aller guten Dinge sind drei

Imagem Escrito em 22.06.2020 de Markus Tyroller
Equipe: Waldkindergarten Eichstätt
Município: Eichstätt

Es begann am Mittwoch mit einem leichten Donnergrollen kurz bevor ich von der Arbeit heimradeln wollte, während ich mich startklar machte fings dann wie aus allen Kübeln zu schütten an, nach einem Kilometer spürte ich wie das Wasser an meinen Unterschenkeln runterläuft und wie es sich in meinen Schuhen sammelt.
Das war eine neue Erfahrung.
Als ich dann durchnäßt und glücklich daheim war, das Fahrrad im Keller verstaut hatte, und es dann genau in dem Moment zu regnen aufhörte als ich wieder rausging, da war ich schon so richtig stolz auf mein unschlagbares Timing.
Die Schuhe bekam ich dann bis zum Freitag trocken, dank 50 Grad Ober- und Unterhitze im Backofen.
Am Freitag begann es dann schon zu regnen während die Kinder noch am Platz spielten. Die hatten ihre Freude und ich hatte gelernt und wartete einfach. Aber nix da, ne halbe Stunde nach Feierabend regnete es immer noch unvermindert weiter.
Beim Heimradeln dachte ich dann auch mal an meine "schöne" gelbe Regenjacke und die wasserdichte Regenhose. Sollte ich die womöglich jetzt mal rauskramen und bereithalten?
Ein Blick ins kilometer Buch des Stadtradelns zeigte mir dass ich selbst in meinem Team auf dem letzten Platz liege, und das als "Stadtradelstar"! Da muss sich was ändern.
Da ich am Samstag eh in Ingolstadt zu tun hatte plante ich um, mit dem Zug hin, mit dem Radl zurück. Wunderbar, der Laptop passt genau in die Satteltasche, noch ne Brotzeit und was zum Trinken in den Rucksack packen, sonst wenig Gepäck, da ich das sonst ja die ganze Zeit über mit mir mitschleppen müsste.
Die Zugverbindung nach Ingolstadt ist ja relativ gut und auch dort war es mit dem Rad leichter als mit dem Auto, keine nervige Parkplatzsuche oder Parkscheinlösen, sondern direkt zum Ziel. Das Treffen selbst lief auch gut, jetzt noch ein bißchen durch Ingolstadt radeln, vielleicht ein Eis und dann gehts nach hause.
Doch was ist das, das vom Himmel ganz schnell auf meine Hand und meinen Kopf fällt, nass ist, und von dem auf einmal immer mehr runterkommt. Genau - REGEN - ist ja nicht so dass er mir unbekannt ist. Nachdem ich in Kürze wieder komplett durchnäßt bin, und ich vor meinem inneren Auge wieder diese Vision von der gelben Regenjacke und der wasserdichten Hose habe, und ich genau weiß wo sie hängt, bzw im Schrank liegt drehe ich doch um und mach mich auf dem Weg zum Hauptbahnhof.
Den Zug nach Eichstätt habe ich zwar genau um 1 Minute verpasst und deswegen 59 Minuten Zeit über die Weisheit nachzudenken, die ich standardmäßig neuen Eltern die im Waldkindergarten hospitieren sage oder einfach jedem der es nicht hören will und übers Wetter jammert: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung."
Stimmt.

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Mal ohne Auto

Escrito em 15.06.2020 de Markus Tyroller
Equipe: Waldkindergarten Eichstätt
Município: Eichstätt

Jetzt habe ich doch tatsächlich meinen Autoschlüssel für drei Wochen abgegeben.
Fühlt sich gar jetzt nicht mal so besonders an und ich glaube nicht dass sich für mich ohne Auto viel ändern wird. Vor ca. einem Jahr habe ich begonnen mehr und mehr auf das Fahrrad und die Bahn umzusteigen und mein Auto nur zu nutzen wenn es nicht anders geht.
2020 bin ich 6mal mit meinem Auto gefahren, einmal davon in die Werkstatt für den TÜV (und 800€ bezahlt), zweimal zu Fortbildungen, von denen ich am selben Tag nicht mehr mit der Bahn heimgekommen wäre.
Warum ich das gemacht habe?
Aus Liebe zur Schöpfung und zum Leben. Noch haben wir die Möglichkeit den Klimawandel ab zu mildern und die Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu erhalten.
Daraus wird aber nichts, wenn wir weiter wie bisher selbstverständlich mit dem Auto fahren und fossile Energien verbrennen. Also tue ich, was ich kann und fange bei mir an.
Zugegeben, ich bin in einer Situation in der ich nicht auf das Auto angewiesen bin. Meistens arbeite ich im Home Office, und wenn ich zur Arbeit in den Waldkindergarten fahre, dann kann ich die vier KM auch locker radeln. Für meinen Ein-Personen Haushalt ist die Einkaufsmenge auch überschaubar, und seitdem ich entdeckt habe dass der 10er Kasten Bier von Lammsbräu geradeso in meinem Rucksack passt ist der Verzicht aufs Auto noch viel leichter.

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