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Drei Wochen ohne Auto: Mein Resumee zum Stadtradeln 2019

Imagem Escrito em 28.06.2019 de Gereon Schoplick
Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
Município: Bad Wildungen

So, nun ist es also vorbei, das Experiment „Stadtradeln“. Zeit also, ein kleines persönliches Resumee zu ziehen.

Drei Wochen ohne PKW, und hauptsächlich mit dem Rad unterwegs, aber auch zu Fuß sowie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Bahn, Bus und U-Bahn. Insgesamt bin ich in dieser Zeit 295,8 km geradelt. In unserem „Offenen Team Bad Wildungen“ mit 31 Teilnehmern liege ich damit im oberen Mittelfeld, auf Platz 9. Den Vogel hat hier Christopher Mundorf abgeschossen, mit 1480 Rad-Kilometern, Respekt! Aber mir selbst ging es ja nicht darum, möglichst viele Kilometer zu schaffen, sondern meinen ganzen Alltag, und auch die nicht alltäglichen Dinge, ohne PKW zu bewältigen.

In den 3 Wochen habe ich viel erlebt:

  • Ganz normal in Vollzeit beim Stadtmarketing Bad Wildungen gearbeitet.
  • In diesem Zusammenhang als Verantwortlicher ein Stadtfest organisiert und durchgeführt.
  • Zwei Konzerte und zweiKinobesuche erlebt.
  • Eine Naturparkführung und eine Fortbildung absolviert.
  • Ein verlängertes Pfingstwochenende mit Kind bestritten.
  • Alle nötigen Einkäufe und Besorgungen erledigt.
  • Freunde besucht.
  • Außerdem gab es ein paar kleinere und mittlere Radtouren sowie Schwimmbadbesuche.
  • Einmal wurde ich von einem Unwetter erwischt, und der einzige Sturz verlief zum Glück glimpflich.
  • Last not least gab es einen Kurztrip nach London, nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und vor allem ohne die Dreckschleuder Flugzeug zu benutzen.

  • Was ist nun mein persönliches Fazit? Zunächst einmal: Es hat Spaß gemacht, sich dieser Herausforderung zu stellen. Was z.B. Einkäufe angeht, zwingt einen der Verzicht aufs Auto zu bewussterem Handeln: Hat man etwas Wichtiges vergessen, so kann das gleich mal 5 bis 6 Kilometer und einen steilen Anstieg zusätzlich bedeuten.

    Manche Verrichtungen bedürfen einer gewissen Vorplanung und Organisation: Wenn ich einkaufe, muss ich schauen, wie viel Stauraum ich in Sattentaschen oder Rucksack benötige. An einem warmen Tag mit beruflichen Verpflichtungen empfiehlt es sich, zusätzliche T-Shirts mitzunehmen, wenn man durchgeschwitzt ist. Und grundsätzlich ist ein gutes Zeitmanagement gefragt, um nicht unpünktlich zu sein.

    Nur selten hatte ich die Versuchung, ins Auto zu steigen. Am schwierigsten ist es dann, wenn noch andere Menschen mit dran hängen, vor allem ein Kind, das sich verabreden will, und die kleinen Strecken summieren sich dann manchmal ganz schön. Daher ein dickes Dankeschön an meinen Sohn, der das Spiel toll mitgespielt hat.

    Ja, ein Spiel ist es erst einmal, das Stadtradeln. Ein Spiel, das Spaß machen soll. Mit etwas sportlichem Anreiz, aber ohne Zwang. Außerdem eine symbolische Handlung, die für etwas steht und vielleicht das Bewusstsein schärfen kann dafür, dass man manche Dinge auch anders machen kann als es sonst selbstverständlich ist. – Die Klima-Problematik hat sich die Stadtradeln-Aktion ja auch auf die Fahnen geschrieben, aber natürlich retten wir den Planeten nicht dadurch, dass einige Menschen ein paar Fahrradtouren machen oder dadurch, dass ein einzelner Einwohner einer Stadt drei Wochen lang kein Auto fährt. Dazu ist meiner Meinung nach viel mehr erforderlich, nämlich ein grundsätzliches Überdenken unsres ganzen Lebensstiles, von der Fortbewegung und dem Freizeitverhalten bis hin zur Ernährung. Vor allem aber eine Abkehr vom Konsumdenken und der Ideologie des grenzenlosen Wachstums. Ob das passieren wird, irgendwann? Skepsis ist wohl angebracht. – Aber vielleicht setzt der Spaß, den man beim Stadtradeln hatte, etwas in Gang. – „Mensch, lass uns mal ein paar Tage ohne Auto verbringen.“ – Oder: „Wir haben vielleicht einen entspannteren Urlaub, wenn wir nicht stundenlang an einem Flughafen schwitzend zwischen Tausenden anderen herumstehen, sondern stattdessen an den See gehen, den wir in der Nachbarschaft haben.“

    Nebenbei gesagt, empfand ich die drei Wochen ohne Auto als einen Zugewinn an Lebensqualität: Durch die vielen Anstiege ist meine Kondition besser geworden, ich gehe durch die tägliche Bewegung wacher in den Tag, und ein paar Kilo habe ich sogar abgenommen.

    Ein paar Verbesserungsvorschläge an die Koordinatoren der bundesweiten Aktion hätte ich auch: Vor allem habe ich in den drei Wochen das interaktive Element vermisst. Ich habe meine alltäglichen Erlebnisse in einem Blog aufgeschrieben, aber es gab keine Möglichkeit, diese Einträge zu kommentieren. Hat überhaupt jemand die Einträge gelesen? Ich weiß es nicht. Ich hätte auch gerne mal Kontakt zu anderen Teilnehmern aufgenommen, aus meinem Team oder anderen. Man könnte sich zu gemeinsamen Radtouren verabreden, Menschen und ihre Gedanken kennenlernen. All dies ließ die Website der Aktion nicht zu. Schade. – Es wäre schön, wenn hier in den kommenden Jahren Plattformen auf der Website geschaffen würden, die lebendige Kommunikation unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich machen.

    Nichtsdestotrotz: Ich würde es wieder machen und freue mich aufs Stadtradeln im nächsten Jahr!

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    Stadtradeln/ Die dritte Woche: Kurztrip nach London per Zug

    Imagem Escrito em 26.06.2019 de Gereon Schoplick
    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    King Crimson zum 50jährigen Bandbestehen in der Royal Albert Hall: Schon vor einem Jahr hatte ich mir eine Konzertkarte gekauft. Hin- und Rückfahrt: Nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, in dem Fall Bus und Bahn. Fortbewegung in London selbst: zum Hotel mit U-Bahn, in den drei Tagen aber sonst fast ausschließlich zu Fuß.

    Vor dem Konzert laufe ich quer durch den Hyde Park. Eine aufregende Vorstellung, dass hier beim großen Festival von 1969 diese Band ihren ersten großen Abdruck hinterließ, die nun – wenige hundert Meter entfernt – in dieser einzigartigen Konzerthalle ihr 50jähriges Jubiläum feiert. Das fast dreistündige Konzert wird fulminant, Energie pur, angetrieben vor allem durch die drei(!) Schlagzeuger, aber auch ergreifende, elegische Momente. Standing Ovation gibt es schon zur Pause, und erst Recht, nach der Zugabe (natürlich der „21st Century Schizoid Man“).

    Die zwei Tage, die ich anschließend noch in der Stadt verbringe, werden zu einem Stadtrundgang durch einen Teil der Geschichte der Popkultur. RundGANG ist hier wörtlich zu verstehen. Nachdem ich festgestellt hatte, dass viele bedeutsame Orte im frühen Wirken von Pink Floyd, aber auch anderen wichtigen Künstlern der Zeit, nicht weit von meinem Quartier entfernt liegen, beschließe ich, sie ganz im „Spirit“ des Stadtradeln-Projektes zu Fuß zu erlaufen. So beginnt mein Marsch durch die Stadtteile Chelsea, Kensington und Maida Vale. Stationen unter anderem: die Battersea Power Station (berühmt geworden auf dem Plattencover der Floyd-LP „Animals“), frühere Wohnorte von Syd Barrett, und natürlich die Abbey Road Studios…

    Und wie kommt man mit dem Zug nach London? Nun, von Frankfurt aus kann man in sieben Stunden dort hinfahren, umsteigen muss man lediglich in Brüssel, und dann geht es sehr komfortabel mit dem Eurostar bis ins Herz der Metropole. – Aber Fliegen ist doch schneller! – Wirklich? Lasst uns mal kurz rechnen: Man muss vor dem Abflug stets mindestens zwei Stunden früher am Terminal sein, auch bis man nach dem Landen mit Passkontrolle und Gepäckabholung den Zielflughafen verlassen hat, muss man zwei Stunden rechnen. Die Wege zwischen Innenstadt und Flughafen noch hinzugerechnet, sind wir dann ebenfalls bei etwa sieben Stunden. – Aber teurer ist die Bahnreise doch! – Nun das stimmt. Selbst mit Super-Sparpreis bei Frühbuchung zahlt man einiges mehr als für ein Ticket in der Billig-Airline. Aber: Hat irgendjemand behauptet, dass klimafreundliches Verhalten generell billiger ist?

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    Montag 17.6.: Chillout zum Ausklang der zweiten Woche

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    Heute nur wenig Radfahren. Die Fahrt zur Arbeit natürlich, Aufräumen und Nachbereitung zum Fest, dann früher Feierabend (oder Feiermittag). Noch ein paar kleine Einkäufe, dann geht es nach Hause, und ich genieße es, auf der Wiese zu liegen und in den Himmel zu blicken...

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    Sonntag 16.6.: Ein langer Tag - Stadtfest, Führung und Konzertbesuch

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    Dieser Sonntag verdient vielleicht besondere Beachtung. Morgens steht noch ein kurzer Absprachetermin zum Stadtfest auf dem Programm. Die N’Awlins Brass Band aus den Niederlanden, eine beliebte Marching-Band im Stil von New Orleans, soll mittags noch zwei kurze Auftritte in der Altstadt absolvieren.

    Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und einer kleinen Pizza geht es wieder mit dem Rad nach Reinhardshausen. In meiner Tätigkeit als Naturparkführer biete ich eine Führung über Pilze des Sommers an. Insgesamt 11 Teilnehmer sind dabei, eine sehr interessierte Gruppe. Im Wald und im Kurpark werden wir tatsächlich fündig, und einige können sich über eine schöne Abendmahlzeit mit Hexenröhrlingen und Perlpilzen freuen. Gegen 17.45 Uhr verabschieden sich nach einer sehr lebhaften Fragerunde die letzten Teilnehmer und nun beginnt für mich ein kleiner Wettlauf gegen die Zeit. Erst einmal geht es schnell nach Hause, etwas Ballast abwerfen.

    Ich habe mir nämlich vorgenommen, noch ein Konzert zu besuchen. Dies findet jedoch in Niederurff statt, hinter Bad Zwesten. Und der Falk-Routenplaner empfiehlt mir eine Fahrrad-Route, die etwas mehr als 14 km lang ist. Die Wasserflasche ist gefüllt, und es geht los. Zunächst ist der Weg noch einigermaßen ausgeschildert, ich genieße kurz den Ausblick an der Braunauer Warte auf das ganze Umland. Dann gerate ich im Wald jedoch auf einen Weg, der zum Radfahren nicht geeignet ist. Vorsichtig fahre ich einen steilen Hang herab, doch nach einer unübersichtlichen Kurve kommt eine tiefe Bodenwelle, und ich kann nicht mehr bremsen. Das Rad überschlägt sich, ich fliege über den Lenker und falle in den Waldboden. Nach dem ersten Schreck stelle ich fest, dass ich außer einer leichten Prellung nicht verletzt bin, beim Fahrrad ist die Kette abgesprungen. Der erste – und hoffentlich letzte – Sturz in meiner Stadtradeln-Zeit.

    Ich setze den Weg fort, und erreiche das Konzert noch fast pünktlich. Es spielen der Gitarrist Johannes Treml und der tunesische Musiker Faleh Khaless, der die arabische Laute Oud spielt. Ein tolles Konzert!

    Bei Mondschein mache ich mich anschließend auf den Heimweg, diesmal fahre ich die Straße und werde noch durch das zauberhafte Leuchten der ersten Glühwürmchen belohnt. Kurz nach Mitternacht erreiche ich mein Haus…

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    Freitag, 14.6. und Samstag 15.6.: Wie man die Durchführung eines Stadtfestes ohne Auto bewältigt

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    Nun, um es gleich vorwegzunehmen: Diesmal ist es einfacher als man denkt. In der Innenstadt von Bad Wildungen, in der das Altstadtfest mit zwei großen Musiknächten stattfindet, ist ein Auto eher hinderlich, und so ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der ersten Wahl.

    Der Freitag ist trotzdem sehr anstrengend. Gleich morgens um halb acht geht es los. Bühne, Zelte Gastronomiestände werden aufgebaut, Absperrungen sowie Wasser und Stromanschlüsse gelegt, später Ton- und Lichttechnik installiert. Ich bin derjenige, der den Ablauf im Auge behält und bei Konflikten vermittelt. Mit dem Fahrrad bin ich immer schnell zur Stelle, wenn es irgendwo „brennt“ - oder wenn zu später Stunde auf dem öffentlichen WC das Klopapier ausgeht.

    Abends dann das Musikprogramm, die Besucher sind guter Stimmung. Nachts gegen 1 Uhr geht es nach Hause, todmüde, der steile Weg bergauf ist doppelt anstrengend und ich falle ins Bett.

    Der zweite Tag ist entspannter, denn es ist alles schon aufgebaut. Das Wetter hält, zum Glück gibt es keine Unwetter wie im letzten Jahr, und mit einer fulminanten Blues-Brothers-Show geht das Programm am Samstagabend zu Ende. Noch einmal geht es bergauf, dann ins Bett. Geschafft!

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    Donnerstag, 13.6.: Termine und Entfernungen

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    Wenn man sein Leben ohne Auto organisiert, gewinnt Zeitplanung eine neue Bedeutung, insbesondere wenn Termine an verschiedenen Orten stattfinden.

    Heute: An der Arbeit ist viel zu tun, ein Altstadtfest steht an, für dessen Organisation ich verantwortlich bin. Letzte Absprachen mit Gastronomen, Technik-Dienstleistern, Bühnenbauer. Viele kleinere Fahrten in der Altstadt summieren sich zu beachtlichen Strecken. Und ich muss sehen, dass ich pünktlich mit allem fertig werde.

    Denn abends steht noch ein weiterer Termin auf dem Programm: Naturparkführer-Fortbildung in Hundsdorf. Mit dem Auto sind das wenige Minuten. Mit dem Fahrrad, so verrät mir der Routenplaner, muss man etwa 40 Minuten einrechnen.
    Als ich zu Hause ankomme, ziehe ich mich schnell um, fahre los, und komme – ziemlich nassgeschwitzt – gerade so pünktlich zu der Veranstaltung.

    Der Weg ist anstrengend, zumal ein Teil über eine stark befahrene Straße führt. Im Anschluss noch gesellige Runde im Gasthaus Bock, der langjährige Leiter des Naturparks wird verabschiedet. Als Rückweg wähle ich dann einen anderen Weg, anfangs den offiziellen Radweg, den ich aber dann wegen tiefer Furchen verlasse.

    Zu Haus freue ich mich auf ein gutes Abendessen und eine Dusche!

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    Die zweite Woche beginnt

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    Dienstag, 11.6. und Mittwoch, 12.6.
    Zu den kleinen Herausforderungen, wenn man auf den PKW verzichtet, zählt z.B.: Einkauf von Getränkekisten. Oder die Entsorgung von Altglas. Nun, ich muss zugeben, dass ich mich vor dem Anbrechen der drei Wochen mit 2 Wasserkisten eigedeckt habe. Aber die Lösung wäre auch hier einfach, denn in kleineren Mengen lassen sich Flaschen ohne Probleme transportieren. Altglas ist ebenfalls kein Problem, wenn man immer sofort reagiert. Gestern war eine Ölflasche leer, also packe ich sie heute in den Rucksack und entsorge sie. Praktischer Vorteil: Es sammelt sich nichts an.

    Was gibt es zu diesen beiden Tagen sonst zu erzählen? Das Wetter ist sommerlich und gegen abends nicht zu heiß, und so nutze ich nach der Arbeit die Gunst der Stunde jeweils für kleine Touren um den Homberg nach Reinhardshausen, am Dienstag besuche ich eine Kinovorstellung.

    Am Mittwoch freue ich mich einfach über die Abendsonne und die kleinen Schönheiten, die die Natur am Wegrand bereit hält.

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    Fr. 7. bis Mo. 10.6.: Pfingsten mit Kind und Rad

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    Zusätzliche Hürden beim Experiment Stadtradeln ergeben sich, wenn man ein Feiertagswochenende mit Kindern verbringt. Klar, ich habe meinem Sohn vorher erzählt, was ich vorhabe, und dass das Papa-Taxi in dieser Zeit Betriebsferien hat.
    Das bedeutet dann aber auch, dass bei Verabredungen mit Freunden nicht unerhebliche Wegstrecken zusammenkommen, für die man zu Fuß oder mit Rad mitunter viel Zeit einplanen muss.

    Abenteuerlich wurde es am Freitag: Wir machten eine kleine Radtour und fuhren dann ins Freibad, um uns bei den hochsommerlichen Temperaturen eine Abkühlung zu gönnen. Anschließend fuhren wir in die Altstadt, wo mein Sohn bei einem Freund übernachten wollte. Schon auf dem Weg brauten sich finstere Wolkentürme zusammen und verhießen nichts Gutes. Mein Ziel: Ich wollte mit den beiden Rädern noch vor dem Losbrechen des Unwetters trockenen Fußes nach Hause kommen. Also renne ich los, ein Rad rechts, das andere links von mir. laufe durch die Altstadt, die Allee hoch. Ich komme etwa 2 km weit und habe den Gedanken, dass ich unfreiwillig einen Triathlon absolviere. Am Ende der Allee angelangt, öffnet der Himmel seine Schleusen. In kürzester Zeit bin ich völlig durchnässt und rette mich in eine Pizzeria, wo ich mich etwas stärke und abwarte, bis das Schlimmste vorüber ist. Danke an Egzona Elmazi, die den Moment im Bild festgehalten hat.

    Die beiden Pfingstfeiertage verbringen wir zu Hause, höchstens mit ein paar kleineren Fahrradtouren zu Freunden und Verwandten… Chillen war angesagt, wie es mein Sohn ausdrückt.

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    Donnerstag, 6.6.: Der dritte Tag – Neue Herausforderungen im Alltag.

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    Wenn man drei Wochen lang aufs Auto verzichtet, dann ist dies relativ einfach, wenn man in dieser Zeit Urlaub hat diesen beispielsweise als Radtour plant. Schwieriger ist es, wenn man im normalen Berufsleben nur mit Rad und ÖPNV zurechtkommen will.

    Die wahre Herausforderung dieser Zeit besteht für mich nicht darin, möglichst viele Kilometer zu fahren, sondern den Alltag zu bewältigen. Der Weg zur Arbeit stellt bei mir persönlich – bei gutem Wetter – kein Problem dar, es sind gerade mal zwei Kilometer, und morgens fast ausschließlich bergab.

    Schwieriger wird es dann schon, wenn ein größerer Einkauf zu bewältigen ist. Dies ist heute der Fall. Viele Vorräte sind alle, Gemüse, Brot und andere Lebensmittel müssen besorgt werden, damit mein Sohn, die Katze und ich sowie unsere Gäste über die Pfingstfeiertage genug zu essen haben.

    Eine Satteltasche und ein kleiner Rucksack müssen ausreichen. Wird der Platz reichen? Beim Blick in den Einkaufswagen bekomme ich Zweifel… Doch, es passt! Da ich nur eine Tasche am Rad angebracht habe, muss ich nun aufpassen, dass das Fahrzeug bei dem Ungleichgewicht nicht kippt. Auch der Berg nach Hause erscheint noch steiler und beschwerlicher. Geschwitzt komme ich zu Hause an.
    Geschafft!

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    Mittwoch, 5.6.: Stadtradeln zweiter Tag

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    Heute ist es noch wärmer als gestern. Trotzdem gibt es wieder eine Radtour, diesmal über Anraff und Bergheim (Bäckerei Schumann) und wieder den berüchtigten „Giflitzer Berg“ nassgeschwitzt nach Bad W. zurück.

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    Dienstag, 4. Juni: Stadtradeln, erster Tag

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    So, nun geht es also los: Drei Wochen ohne PKW. Die Sonne lacht schon, als ich mich morgens mit dem Rad zur Arbeit rollen lasse.

    – Nach Feierabend beschließe ich spontan, das weiterhin sommerlich Wetter auszunutzen, und starte eine kleine Radtour: nach Wega, dann an der Eder entlang, wo ich mich bei einer Rast zwischen Wellen und Anraff abkühle, dann über Bergheim nach Giflitz. Dort lege ich eine kurze Rast bei Bernd Schlauss am Imbiss ein und stärke mich mit einer Limo und dem klassischen vegetarischen Essen für den Aufstieg am „Giflitzer Berg“.

    – Zu Hause angelangt, beschließe ich, noch eine Extratour dranzuhängen: über den Homberg-Rundweg geht es nach Reinhardshausen zur Kino-Vorführung von Frieder Bähr, und anschließend nach Hause.

    Dass ich anschließend gut geschlafen habe, brauche ich wohl nicht zu erwähnen…

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    Stadtradeln 2019 – ich bin dabei

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    Equipe: Offenes Team - Bad Wildungen
    Município: Bad Wildungen

    Drei Wochen lang steht für alle, die teilnehmen, das Fahrrad als Verkehrsmittel im Fokus. Auch Bad Wildungen ist als Kommune dabei, hier hat die Aktion am vergangenen Dienstag begonnen. – Warum mache ich mit? Zum einen wurde ich von meinem Kollegen Robert H., der bei der Stadt das Stadtradeln koordiniert, gefragt, ob ich mich sozusagen als Vorradler zur Verfügung stelle. „Stadtradeln-Star“, so heißt es an anderer Stelle in der offiziellen Ausschreibung. Da ich mit dem Wort „Star“ etwas auf Kriegsfuß bin (klingt mir zu sehr nach Bohlen und rtl2 und dem ganzen Prominenten-Geschnuddel, mit dem man im Netz zugemüllt wird…), bevorzuge ich eher den Begriff „Botschafter“.

    Als solcher sind für mich die Bedingungen etwas weiter gehend. So verzichte ich drei Wochen lang auf die Benutzung des eigenen PKW. - Für mich ist diese Erfahrung nicht ganz neu, denn nach einem Unfall mit Totalschaden habe ich vor ein paar Jahren mal einen ganzen Winter ohne Auto gelebt. Highlights in dieser Zeit: Fahrt mit Fahrrad und Anhänger bei -14°C, um meinen Sohn in den Kindergarten zu bringen. Oder Großeinkäufe nur mit Rad oder Bus…

    Sicher retten wir mit solchen Aktivitäten nicht die Welt, aber dadurch, dass Spaß, Freiwilligkeit und Wettbewerb ohne Leistungsdruck beim Stadtradeln im Vordergrund stehen, wird bei Teilnehmenden und Beobachtern vielleicht doch etwas in Gang gesetzt. Zum Beispiel die Erfahrung, dass manchmal weniger mehr ist. Weniger Geschwindigkeit. Dafür intensivere Erfahrung. Weniger Termindichte. Dafür aber mehr persönliche Fitness. Oder, ganz profan: Weniger Autobenutzung, aber mehr Geld im Portemonnaie...

    Übrigens könnt Ihr Euch immer noch anmelden und einsteigen.

    In den kommenden Tagen werde ich Euch immer mal wieder an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Also: Schaltet morgen wieder ein, Freunde…

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