Blogue da celebridade da campanha PEDALACIDADE: Regionalverband Saarbrücken


Endspurt!

Escrito em 21.08.2019 de Patrick Kratz
Equipe: SPD Saarbrücken und Freunde
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Zu Beginn der letzten Stadtradelnwoche war ich in Frankreich unterwegs. Früher konnte man hier nur wenig Radinfrastruktur sehen. Das hat sich geändert. Selbst kleine Gemeinden haben Fahrradstreifen angelegt, manchen Wege zu reinen Fahrradstraßen umgewidmet und man sieht auch immer mehr Radler auf den Straßen.
Ansonsten habe ich auch die einen oder anderen Straßen in Saarbrücken kennen und lieben gelernt, die mir den einen oder anderen Platten beschert haben.
Insgesamt war das Stadtradeln dieses Jahr wieder eine tolle Erfahrung – erstmals als Stadtradeln-Star. Nicht ganz einfach als Kommunalpolitiker in Wahlkampfzeiten! Aber es geht – auch ohne auto! Ich bin nächstes Jahr mit Sicherheit wieder dabei.

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Fazit nach drei Wochen ohne Auto

Escrito em 09.06.2019 de Nico Götze
Equipe: Lissbeth
Município: Riegelsberg im Regionalverband Saarbrücken

Mein Fazit kommt mit etwas Verspätung, doch es war früher einfach keine Zeit dafür.

Ich habe es geschafft, auf das Auto zu verzichten, es fiel mir auch nicht sonderlich schwer. Doch muss ich fairerweise zugeben, dass ich es ohne meine Frau vermutlich nicht geschafft hätte. Denn ich machte zwar kleine Besorgungen, aber größere Einkäufe übernahm eben sie. Sie fuhr auch mit unserer Tochter zum Arzt. Natürlich ginge dies auch mit dem Fahrrad, aber bei Scharlach möchte ich sie nicht unbedingt mit dem Fahrrad herumfahren. Und wie bereits geschrieben, ist der ÖPNV einfach nicht gut genug ausgebaut, um in diversen Situationen das Auto stehen zu lassen. Vor allem am Wochenende.

Dennoch war es eine gute Erfahrung. Wir werden unser Zweitwagen verkaufen und fortan auf ein Auto verzichten. Denn es geht definitiv und für kleine Einkäufe in der Stadt, lohnt es sich das Auto einfach stehen zu lassen.
Am Donnerstag Abend waren wir noch in RGB im Hüftgold essen. Normalerweise wären wir gewiss mit dem Auto gefahren, weil meine Frau Fahrradfahren hasst, aber mit der Prämisse, gingen wir eben zu Fuß und das war sehr angenehm. Vor allem nach dem Essen:)
Somit profitierten auch meine Frau und meine Tochter von der Herausforderung, denn sie machten ebenfalls ihre Erfahrungen. Meine Tochter fand es zudem überaus spannend, dass ich komplett aufs Auto verzichtete und ich redete in der Zeit noch viel mehr mit ihr über die Umwelt, CO2 und das Klima und die Folgen, wenn sich nicht drastisch etwas ändert.

Ich hoffe, dass die Stadtradeln Aktionen Wirkungen zeigen und nicht nur eine temporäre Verhaltensänderungen der Menschen hervorrufen, und sie auch nach dem Ende öfters mal das Auto stehen lassen. Denn auch wenn es nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein ist, und es ganz andere Baustellen gibt (Plastik, Verschmutzung der Weltmeere, industrielle Tierhaltung - deren CO2 Erzeugnis höher ist als jedes Verkehrsaufkommen und einfach einen Klimakiller darstellt - Rodung der Urwälder, etc.), um unsere Erde zu schonen und zu retten, ist es eben ein kleiner Beitrag, den die meisten Menschen ohne viel Aufwand leisten können. Man muss sich nur einmal ausmalen, wenn jeder Berufstätige, nur einmal in der Woche sein Auto stehen lassen würde, wieviel CO2 im Jahr dadurch eingespart werden würde.

In diesem Sinne, es waren interessante drei Wochen und ich hoffe, wir sehen uns auf der Straße mit dem Fahrrad:)

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Alles mit Radfahren

Imagem Escrito em 06.06.2019 de Axel Stirn
Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

"Wenn es nicht gerade Hunde und Katzen regnet, ist Radfahren die perfekte Tätigkeit. Man kommt dabei ganz einfach mit nachhaltigem Leben in Kontakt", hörte ich gestern meinen Freund sagen.

Ich solle doch, fügte er hinzu, als intergalaktischer Stadtradelstar das Radfahren nutzen, um Menschen leicht mit einem ressourcenschonenen Lebensstil in Kontakt zu bringen. Es gäbe ja genug Menschen, die Interesse an einem nachhaltigen Leben hätten, aber nicht von heute auf morgen ihr Auto verkauften oder den Job kündigten, um am Stadtrand im Bauwagen zu leben.
"Genau dazwischen sind wir alle unterwegs", nickte ich zustimmend.

"Viele Radwege führen nach Rom", schob ich hinterher, hoffend, dass damit dem Gespräch der richtige Drive verpasst wurde. Denn um kreative Ideen zu gebären, um zu zeigen, dass Umwege keine sind, deutlich machend, dass wir alle auf individuellen Pfaden zu einem nachhaltigen Leben wanderten, müssten wir, aus ewiger Hebammenpraxis wissend, manchmal die Wehen einleiten.

Auch wenn ich mich frage, warum sich heutzutage sehr viele Frauen den Termin für ihren Kaiserschnitt bereits Monate vorher in den Terminkalender schreiben. "Mir erscheint das als sehr großes Entfremdung vom Vertrauen an natürliche Prozesse im eigenen Körper." erklärte ich - in ein leeres Gesicht blickend.

"Dann hätte dein Engagement für die Eine Welt auch einen roten Faden und wäre nicht ein wirres Knäul verschiedenster Themen", sagte mein Freund.

"Aber", widersprach ich, "dann müsste ich ja alle Themen mit Radfahren in Verbindung bringen." Und das wäre ja wohl oft sehr hanebüchen, meinte ich.
"Papperlapapp", stand er mir entgegen. "Mit Fahrradfahren lässt sich ALLES verbinden."

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Kurze Besorgungen in Saarbrücken

Escrito em 05.06.2019 de Nico Götze
Equipe: Lissbeth
Município: Riegelsberg im Regionalverband Saarbrücken

Wie mir vermutlich jeder zustimmen wird, ist Autofahren in Saarbrücken oftmals eine Qual.
Als Fahrradfahrer ist es zwar stellenweise gefährlich, aber grundsätzlich wesentlich angenehmer. Ich frage mich sogar, warum ich nicht schon früher solche Besorgungen ausschließlich mit dem Rad unternahm.
Vor allem war ich sogar noch schneller als mit dem Auto. Ich hielt an vier Orten an, wenn ich auch nur bei mir zwei hätte ein Parkplatz suchen müssen, wäre es wesentlich später geworden.
Also, alles spricht fürs Rad:)

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Der gefährliche Hund

Imagem Escrito em 04.06.2019 de Axel Stirn
Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Es war das Wochenende, an dem der Sommer ausbrach und sich über das Land legte. Schon Mittags flirrte die heiße Luft über dem Asphalt. Junge Frauen trugen blumige Pumphosen. Junge Männer radelten muskulös an ihnen vorbei.

Damit war eigentlich alles gesagt, dachte ich mir, doch durch eine der dicken Luftschwaden schob sich eine Frage in mein Bewusstsein. Plötzlich wollte ich unbedingt wissen, wer sich bei den Möglichkeiten Autoverkehr, ÖPNV, Fahrradverkehr und vor allem FUßVERKEHR, dafür entschieden hatte, für Autos in allen Straßen der Stadt breite Wege zu bauen und die MENSCHEN auf schmale Randstreifen zu verbannen?

An der Eisdiele bog ich um die Ecke und stolperte über einen Hund. Als ich mich wieder gefangen hatte, drehte ich mich um und fragte den Hund: "Sag mal, du haariges Vieh, weißt du, wer die Stadt gebaut hat?" Der Hund hielt den Kopf schief, öffnete das Maul und antwortete: "Nicht die Kinder". Ich sprang vor Schreck auf den Balkon über mir.

Damit war eigentlich alles gesagt, dachte ich mir. Mir kam die völlig irre Idee, ich könnte verrückt sein, löste dann das Band, das meinen Verstand festhielt, knotete das lose Ende an das Balkongeländer und sprang.

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Es ist heiß

Escrito em 04.06.2019 de Nico Götze
Equipe: Lissbeth
Município: Riegelsberg im Regionalverband Saarbrücken

Einer der Vorteile vom Pendeln ist, wenn der Partner einem mitteilt, während man auf der Arbeit ist, dass man sich mit jemand befreundetes verabredet hat, dass man spontan ne Runde zum Feierabend drehen kann. Man muss nicht erst mit dem Auto nach Hause gurken, sich bei der Hitze ins heiße Auto setzen und durch den Berufsverkehr kämpfen, sondern man kann sich einfach direkt in den schattenspendenden Wald verkriechen, voraussetzt man ist mit dem MTB unterwegs. Wie der Zufall es so will, war ich dies.
Also ab in den Wald. Leider stellte ich fest, dass bei der Hitze dieser Tage, der Schatten im Wald nur geringfügig half beim Klettern.
Es war brutal. Auch wenn es sehr viel Spaß machte, und gerade beim Mountainbiken das Kind in einem herauskommt, war es sehr heiß und die Hitze hatte es schon in sich.
Umso mehr freute ich mich, als ich oben angekommen war und es die Trails hinab ging.

Morgen muss ich zwei Stationen in der Stadt anfahren. Ich hoffe, das Gewitter bleibt tagsüber aus:)

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Fazit der zweiten Woche

Imagem Escrito em 02.06.2019 de Nico Götze
Equipe: Lissbeth
Município: Riegelsberg im Regionalverband Saarbrücken

Die zweite Woche ist rum und leider verlief sie anders als geplant.
Also ich sah nach wie vor kein Auto von innen, ausser den Kofferraum, als ich die Sprudelkästen hinausnahm, jedoch fuhr ich weit aus weniger, als ich gedacht hatte.

Durch die Krankheit meiner Tochter, fielen einige Termine aus. Zum einen konnten wir nicht auf die Hochzeit von Freunden nach Eidenborn gehen. Mit Scharlach war dies nicht möglich, dabei freute ich mich schon auf die Gesichter, wenn da jemand mit Anzug und Rennrad erscheint:)
Zusätzlich fiel dadurch auch ihr Fahrradtraining bei unserem Riegelsberger Verein RSF Phönix aus. Das war besonders für meine Tochter schade, denn sie freute sich auf die Fahrradstunde und zusätzlich auf das gemeinsame hinfahren mit dem Rad via Tandemstange. Dies werden wir am kommenden Freitag nachholen.

An Christi Himmelfahrt unternahmen wir einen kleinen Ausflug an den Burbacher Weiher. Ich fuhr mit dem MTB hin und nahm unsere Tochter mit dem Kindersitz mit. Dies machte sehr viel Spaß. Jedoch war sie durch ihre Krankheit noch zu sehr geplättet.

Am Samstag fuhr ich alleine eine kleine MTB Runde mit einem Freund. Bei dem Wetter machte es einfach verdammt viel Spaß, durch die Wälder zu heizen und über das Feld zu preschen. Da unsere Landschaft im schönen Saarland unvergleichbar ist:), schweiften die Blicke oft davon und man verliert sich im Träumen und gleichzeitig stellt man fest, dass man mit dem Auto jene Ausblicke so nie genießen kann.

Am 02.06. fand die RTF und CTF der RSF Phönix statt. Ich half bei dem Getränkestand. Nun muss ich anmerken, dass meine Frau zwei Kuchen beisteuerte. Ich fuhr natürlich mit dem Fahrrad zur Köllertalhalle nach Walpershofen, aber wie kam der Kuchen hin? Natürlich durch meine Frau, die in der Küche eingeteilt war. Somit war nicht wirklich CO2 eingespart, denn das Auto wurde ja schlussendlich doch bewegt. Ein wenig am Thema vorbei. Man muss halt fairerweise sagen, dass der ÖPV gerade am Wochenende bescheiden ist.

Was bleibt zu sagen? Ich freue mich auf die kommende Woche und hoffe sehr, dass alle gesund bleiben, sodass ich alle Termine wahrnehmen kann:)

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Es geht weiter: die zweite Woche als Stadtadel Star

Imagem Escrito em 02.06.2019 de Patrick Kratz
Equipe: SPD Saarbrücken und Freunde
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Diese Woche war besonders interessant. Durch das gute Wetter und den Feiertag waren sehr viele Menschen mit dem Rad unterwegs. Ich hatte die Chance mich mit vielen Saarbrücken und Saarbrücken aber auch mit Menschen von weiter her über Fahrradfahren in der Stadt unterhalten. Dabei wurden mir die guten aber auch die schlechten Seiten noch mal bewusst. Es wird immer wieder hervorgehoben, dass in den letzten Jahren viele und sichere Abstellanlagen für Fahrräder in der Stadt gebaut wurden oder die Überquerung der Wilhelm-Heinrich-Brücke wird gelobt, die endlich auch für schnelle Radfahrer sicher geworden ist.
Es wird auch immer wieder gesagt, dass wir endlich ein durchgängiges Radverkehrsnetz brauchen und das vorhandene Fahrradwege nicht immer mit PKW zugestellt werden – also mehr Kontrolle.
Ich glaube und hoffe dass in den nächsten Wochen noch mehr Saarbrückerinnen und Saarbrücker das Fahrrad für sich entdecken und unsere schöne Stadt mit zwei Rädern erkunden, ob in der Freizeit, auf dem Weg zur Arbeit und Schule oder auf dem Weg zum Verein.

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Rosen am Dornenbusch

Imagem Escrito em 30.05.2019 de Axel Stirn
Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Möchte ich meiner Aussage das Gewicht verleihen, schicke ich meinen Zuhörern ein Sprichwort hinterher in dem das Licht der unumstößlichen Wahrheit leuchtet. Denn Sprichworte sind immer direkt der Weisheit entsprungen, und weder Widerspruch noch Zweifel daran zeugen von gesundem Menschenverstand.

Apropos gesunder Menschenverstand. Der scheint unserer Politikerkaste insgesamt komplett abhanden gekommen sein. Da gab es doch vor Kurzem dieses YouTube-Video, das uns sehr plakativ vor Augen führte: Wir haben eine Drogenbeauftragte, die keinen Schimmer der aktuellen Drogenpolitik hat. Wir hatten einen Außenminister, der keinen Schimmer der Vorkommnisse in Rammstein hat. Andere Videos zeigten, wir haben eine Landwirtschaftsministerin, die sagt, Freiwilligkeit sei das stärkte politische Führungsinstrument und nun zeigt ein NRW Politiker, dass er wahrscheinlich schon in seinem letzten Leben beschloss, diese Inkarnation ohne Verstand zu verbringen. Oder wo lebt der Mann? Innerhalb der hohlen Erde? Liest der keine Zeitung? Schaut der kein Internet?

"Aus irgendeinem Grund ist das Klimathema plötzlich ein weltweites Thema geworden." Da fällt mir beinahe der Kopf ab. Gibt es das als Sprichwort? Ich zitiere: "Ist es nur mein Gefühl oder haben wir gerade die dümmste Politikergeneration, die es jemals gab?" Ich höre: "Tja. Leider auch die, die nachkommt. Von manchen jungen kommt leider auch so was aus dem Mund. Hier ist es halt ein Alter." Ich antworte: "Absolut. Die werden 'gezüchtet'. Und wie jeder weiß: Auf einem vergifteten Acker wächst keine gesunde Rübe."

Stellt sich die Frage, warum so viele Menschen noch die faulen Rüben fressen, zu wenige den Mut haben, die faulen Rüben liebevoll an den Rand zu begleiten und fast niemand den vergifteten Acker reinigen will. Oder wie erklärst du mir eine Stadtpolitik, die seit 70 Jahren Autoverkehr propagiert, ausbaut und bevorzugt, und Fußgänger, Fahrradfahren und ÖPNV vernachlässigt? Was ist mit diesen Menschen los? Wo leben die? Was machen die den ganzen Tag?

Wer nimmt die mal wieder herzlich in den Arm und flüstert ihnen zu: "Es ist alles gut. Wir haben dich lieb. Du musst nicht nach Macht und Einfluss gieren und das Auto propagieren, in dem du dich aus Angst vor der Welt versteckst, das unsere Stadt in einen engen, stinkenden Ort verwandelt und worin dein Körper sich über die Jahre in einen hässlichen Fleischklops verwandelt. Du bist ein wundervoller Mensch. Komm lass uns gemeinsam den Tag genießen und einfach mal fünf gerade sein lassen."

Aber solange meine Arme noch zu kurz sind, um alle pychopathisch-kriminellen Politiker dieser Welt auf einmal zu umarmen und zu heilen, besteht mein Glück in der Kunst, mich nicht zu ärgern, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern mich zu freuen, dass der Dornenstrauch Rosen trägt, denn ich weiß, auch in einem toten Baum treiben neue Keime.

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Viel Regen

Escrito em 29.05.2019 de Nico Götze
Equipe: Lissbeth
Município: Riegelsberg im Regionalverband Saarbrücken

Trotz des vielen Regens, hatte ich viel Glück und wurde am Montag und Dienstag nicht nass. Zumindest nicht von oben, dafür um so mehr von der Straße.
Meine Beine sahen aus, als wäre ich bei einem Matschrun mitgelaufen. Doch dabei fuhr ich nur mit meinem Rennrad auf der Straße.
Ich kann mich eigentlich nur wiederholen: Das Fahrradfahren bei Regen ist gar nicht so wild. Und wenn man vor den verdunkelten Himmel flüchtet, bricht man nochmal ganz neue Rekorde:)
Dennoch wird es endlich Zeit für die Sonne. Aprilwetter hatten wir jetzt echt schon lang genug.

Heute wäre eigentlich noch der Firmenlauf in Saarbrücken gewesen, bei dem ich wieder gerne mitgelaufen wäre, doch meine Tochter hat Scharlach und darum blieb ich auch heute daheim und werde heute Abend nicht teilnehmen.

Durch das Scharlach fallen einige Pläne für diese Woche ins Wasser. Ich bin nun mehr am Wohnsitz gebunden.
Mal schauen was die kommenden Tage und das Wochenende bringen. Habe eigentlich noch einiges zu erledigen, durch die Krankheit fielen diese Termine aus...

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Der erste Schmetterling

Imagem Escrito em 27.05.2019 de Axel Stirn
Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Ein gewöhnlicher Mensch fasste eines Morgens, gleich nach dem Erwachen, als er mit noch leichtem Bewusstsein im Bett lag, einen Beschluss:

"Was ich will ist, die Falken-Trommel hören. Fallen, wie das fallende Brot einer jeden Erfahrung. Schwimmen wie ein gewaltiger Fisch im Ozean-Wasser. Sein, wie ein Wüstenberg, nicht eine Stadt. Ich habe Feiglinge endgültig satt. Ich will mit Löwen leben. Keine wimmernden, verheulten Leute mehr. Ich will schimpfende Trunkenbolde. Ich will singen, wie Vögel singen, denen es gleich ist, wer zuhört, oder wer was denken könnte."

Das dachte er still für sich. Kein Mensch außer ihm hörte diese leisen Gedanken, bis er sie als Rumi aufschrieb. Aber auch dann noch waren sie kraftvoll. Sie pressen sich wie ein Siegel in Wachs in die Seele.

Als der Mensch damals einen Augenblick später die Augen aufschlug, war die Welt eine andere.

Danke, schickte er spontan hinterher. Danke, große Schöpfung, dass du mir die Fähigkeit gegeben hast, zu entscheiden, wer ich bin. Danke, dass ich meine Meinung über mich ändern kann, dass ich heute ein anderer sein kann als gestern und danke, dass ich beschließen kann, was für ein Leben ich lebe.

Auf dem Radweg in die Stadt sah er seinen ersten Schmetterling auf einem Sonnenstrahl durch eine Baumkrone surfen.

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Das kannste dir selber denken

Imagem Escrito em 26.05.2019 de Axel Stirn
Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Ich bin statistisch gesehen ein in Deutschland lebender mobiler Mensch. Als dieser bewege ich mich passiv, das heißt mit externer Energie meist fossilen Ursprungs und ich bewege mich aktiv, also gehend, laufend, kriechend, robbend, springend und radelnd - was gut für die Umwelt ist, obwohl "Q7 fahren ist einfach geil" (Zitat eines Menschen).

Ich frage: Sagt dir deine Mudda oder dein Arzt oder deine Frau oder dein Mann oder dein Gewissen oder die Waage oder deine Knie oder dein gesunder Menschenverstand, dass du dich mehr bewegen sollst? Ich hätte da eine Idee. Komm mit auf ein Bier ins Viertel. Wir sind in 15 Minuten da.

Wir stellen unsere Räder in die Fahrradständer? Ups! Das geht nicht. Da stehen schon ganz viele andere Fahrräder. Da sind schon andere mit dem Fahrrad da. Was? Wir sind nicht die einzigen, die in Saarbrücken mit dem Rad unterwegs sind?

Wir finden einen anderen Parkplatz, direkt vor uns. Wir sitzen auf der Bank, lassen die Beine baumeln, eröffnen uns ein Bier und schau mal, wie schön mein Rad im Licht der Laterne ausschaut. Ach, die Idee? Na, das kannste dir jetzt aber auch selber denken.

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Die erste Woche ist vorbei

Escrito em 26.05.2019 de Nico Götze
Equipe: Lissbeth
Município: Riegelsberg im Regionalverband Saarbrücken

So, die erste Woche wäre geschafft. Obwohl, ist "geschafft" das richtige Wort? Richtig schon, aber nicht gerade das passendste. Denn es hat einen negativen Touch, wie ich finde. Eine Klausur ist "geschafft", ein Termin der einem den Magen im Vorfeld verdreht oder der Einkauf am Freitag vor dem verlängerten Wochenende, da kann man von "geschafft" reden. In meinem Fall war es alles andere als negativ oder eine Erleichterung, zu wissen, dass die erste Woche rum war. Ich habe das Auto absolut nicht vermisst. Jedoch muss ich zugeben, dass ich diese Woche wenig Termine hatte. Der Fototermin am Montag wäre mit dem Auto einfacher gewesen, doch mit dem Rad war ich zum einen schneller und es machte definitiv mehr Spaß. Und die Autofahrer und Fußgänger haben auch was zu gucken, wenn jemand mit Jackett und Schlips auf dem Rennrad unterwegs ist. Sieht man in der Großstadt häufiger, aber hier behaupte ich mal eher seltener. Das Fahren im Regen kenne ich zu genüge und ist mit einem guten Immunsystem und anständigen Kleidern gar nicht so wild. Das waren eigentlich die zwei Highlights dieser Woche. Kommende Woche sieht dies jedoch anders aus...

Natürlich war ich heute wählen, da ich mit meiner Tochter den gesamten Tag alleine war, nahm ich sie zum Wahlbüro als Gepäck mit. Anschließend drehte ich noch eine Runde mit ihr im Wald. Bot sich ja gerade an, bei diesem herrlichen Wetter.

Das einzig Negative ist eigentlich die Stadtradler App. Wenn ich sie denn mal startete und nicht vergaß, denn ich tracke eigentlich immer mit meiner Garmin Uhr. Dies geschieht so automatisch, dass mir immer erst nach ein paar Kilometern einfiel: Du hast wieder die App vergessen.
Wenn ich sie dann mal verwendete, trackte sie, so wie gestern, nicht die gesamte Tour. Bei den 72 Km, stieg sie irgendwann aus. Heute trackte sie nach der Pause im Wahllokal nicht mehr weiter. Obwohl ich mir zu 100% sicher bin, dass ich die Pause quittierte. Nun ja, sei es drum, ging die anschließende MTB Tour mit der Tochter verloren, da ich für diese kleine Tour die Garmin Uhr diesmal nich startete. Welch Ironie. Doch das ist nicht so wichtig.

Ich werde jetzt noch etwas die Beine hochlegen, zuvor noch meine Tochter ins Bett bringen, und mich dann auf die kommende Woche freuen. Morgen könnte es bereits wieder eine Regentour werden.

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Meine erste Woche als Stadtradelstar in Saarbrücken

Imagem Escrito em 24.05.2019 de Patrick Kratz
Equipe: SPD Saarbrücken und Freunde
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Patrick Kratz, Team SPD Saarbrücken und Freunde

Das extreme Unwetter direkt nach dem Startschuss auf dem Weg zur „Pulse of Europe“-Demo in unserem französischen Nachbarort Grossbliederstroff hat mich und mein Team voll erwischt. Wir haben das Beste draus gemacht. Und die Gespräche mit unseren französischen Freunden, als wir nah beisammen im Zelt auf besseres Wetter gewartet haben, haben mir eine Woche vor der Europawahl nochmal gezeigt, wie eng wir eigentlich zusammen gehören. Glücklicherweise wurde das Wetter im Laufe der Woche besser – gut für die Stimmung und die Kilometer.

Großartig war die Übergabe des Molschder Muli – ein Lastenfahrrads für den Stadtteil Malstatt – das jetzt von allen Bürgerinnen und Bürger ausgeliehen werden kann. Und mit der neuen Velo-Box in der Großherzog-Friedrich-Straße haben wir überdachte Stellplätze für die Anwohner zum Mieten geschaffen.

Es bleibt viel zu tun – das merkt man deutlich, wenn man ausschließlich mit dem Fahrrad fährt – tagtäglich, wirklich alle Fahrten. Ich möchte in den nächsten fünf Jahren im Stadtrat ein durchgängiges Radverkehrsnetz in Saarbrücken durchsetzen. Da bleibt für alle – Politik, Verwaltung und Verkehrsteilnehmer noch einiges zu tun!

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Die Sonne ist da

Escrito em 23.05.2019 de Nico Götze
Equipe: Lissbeth
Município: Riegelsberg im Regionalverband Saarbrücken

Wenn die Fahrt durch Regen einem schon ein gutes Gefühl verschafft, man den inneren Schweinehund überwunden hat und sich die richtigen Kleider angezogen hat, was beschert einem dann erst die Sonne? Ich frage mich an solchen Tagen wie heute, warum ich nicht bereits mein ganzen Leben lang pendelte? Es ist so viel angenehmer, die Sonne auf der Haut zu spüren, die man so lange ersehnte, statt im Auto zu sitzen. In den Grünphasen genervt sich nach vorne rollen zu lassen und innerlich zu fluchen, dass man es wieder nicht schaffte und sich über andere Autofahrer aufzuregen. Lieber fahre ich mit meinem Rad, erfreue mich darüber, dass alles irgendwie jeden Tag grüner wird. Beobachte beim Fahren die Natur, höre die Vögel und genieße das draußen sein. Am Ende des Tages bin ich wesentlich entspannter und ausgeglichener, als wenn ich mich durch den Berufsverkehr gequält hätte. Jedoch ist es ja nicht nur der Verkehr allein, selbst das Fahren auf leeren Straßen, ist irgendwie nicht annähernd so befriedigend, wie das Fahren auf einem Rad. Ganz gleich bei welchem Wetter.

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So fing alles an

Imagem Escrito em 23.05.2019 de Axel Stirn
Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Seit wir herausfanden, dass Verhaltensänderungen durch wissenschaftliche Argumente erreicht werden können, sind unsere Straßen wieder Orte, auf denen Kinder spielen und sich Verliebte zum Abendspaziergang treffen. Alles fing damit an, dass jemand zu einem anderen sagte: Ey, hör mal! Karibische Ärzte haben in einer breit angelegten Studie über mehrere Jahre herausgefunden, dass Rauchen und Lungenkrebs eindeutig ursächlich zusammenhängen. Also das eine folgt auf das andere. Und es ist nicht so, dass die Diagnose Lungenkrebs die Menschen dazu bringt, mit dem Rauchen anzufangen."
Der Gegenüber staunte kurz, dann drückt er seine letzte Zigarette mit den Worten aus: "Danke. Das wars."
Und dann ging es weiter. Jemand legte ein zwei Argumentchen zu einem anderen Thema auf den Tisch.
"Autos", wurde von isländischen Wissenschaftlern herausgefunden und von Christian Felber formuliert, "sind eine Komposition verschiedener Aspekte von Gewalt: der Lärm und der Gestank, den sie verursachen; der gigantische Platz, den sie in Anspruch nehmen; die permanente Gefahr, die sie für Kinder und Ältere darstellen; die Aggressionen, die beim Fahren hochkommen; die kriegsnahe Zahl an Verletzten und Toten, die im Straßenverkehr anfallen; Materialien, die aus dem Boden des Regenwaldes kommen; das Öl, für das Kriege geführt und das Klima verändert wird. Autos sind", so das Forschungsteam", strukturelle Gewalt und nehmen den Menschen Freiheit. Recht zügig verbreitet sich die Kunde und ein Satz war immer häufiger zu hören: Ich bin Autofrei.

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Aus dem Regen ins Beet

Imagem Escrito em 22.05.2019 de Axel Stirn
Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Ich weiß, dass es in Saarbrücken wunderbar ist, zu Fuß durch die Stadt zu laufen. Immer begegnet mir jemand, und da in Saarbrücken nicht die gleiche Hektik wie in New York auf dem Broadway herrscht, sondern das Leben noch in einer dem Herzen erträglichen Geschwindigkeit abläuft, bleibe ich oft stehen, halte ein Schwätzchen übers Wetter, die neuen Schuhe oder informiere über die aktuellen Familiengeschehnisse. Das geht mit dem Auto natürlich nicht. Da bleibt nur ein Winken durch spiegelnde Scheiben. Und meistens schauen die Menschen, die an der Ampel stehen, auf die Kühlerhaube, um nicht überfahren zu werden. Mit dem Fahrrad ist das anders. Ich kann schwupps auf den Gehweg und anhalten. Ich winke und rufe einen Gruß zu. Ich rieche das frische Brot des Bäckers und ich parke direkt vor seiner Ladentür. Eine Bekannte läuft vorbei. Ich gehe einige Meter neben ihr, dann radle ich weiter. Beim Café halte ich wieder an und schaue, ob jemand drin ist, den ich kenne. Und das alles bei Regenwetter. Das war gestern. Und ich hatte richtig Freude. Heute scheint wieder die Sonne und ich bremste einfach mal bei den schönen Blumen am Wegesrand, stieg ab und machte ein Foto, weil mir heute die Sonne ...

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Regen, Regen und Regen

Imagem Escrito em 21.05.2019 de Nico Götze
Equipe: Lissbeth
Município: Riegelsberg im Regionalverband Saarbrücken

Wie zu erwarten war, wurde es nass... ich fuhr beim Pendeln mitten durch den Schauer und kam komplett nass auf der Arbeit an. Jedoch war es nicht das erste mal und es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Am Ende ist es auch ein gutes Gefühl dem Wetter getrotzt zu haben und mit Regen im Nacken fährt es sich auch noch schneller:)
Abends wurde ich dann dafür mit einem herrlichen Sonnenuntergang belohnt, also was will man mehr? Da fiel es auch gar nicht weiter auf, dass ich durch die nassen Straßen fast genau so nass war, wie 8h zuvor beim Regenschauer:)

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Kreuzwege

Imagem Escrito em 20.05.2019 de Axel Stirn
Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Kreative Hochleistung: Mal stehen parkende Autos rechts. Mal stehen sie links. Hinter der nächsten Kurve fahre ich nah an Pollern vorbei und muss auch noch auf rechte Schilder achten. Auf der Straße leitet mich ein riesiger, breiter Extrastreifen. Nach der Brücke ein solider Randstreifen. Der Randstreifen ist mal am rechten Fahrbahnrand, nahe des Gehweges, mal führt er an parkenden Autos auf dem Gehweg vorbei, die links von mir stehen, dann wieder quer oder auch mitten auf dem Weg.

Plötzlich endet der Radweg, ich quere eine Kreuzung voller Linien und dann - ja wo ist er denn - ja wo - wo denn - ist er weg. Ganz einfach verschwunden. Keine bleiche Linie erinnert an die Verkehrsteilnehmer Radler*In. Wie vielleicht schon klar wurde, mag ich das Abenteuer des Radfahrens. Aber heute denke ich mal die Kinder und Eltern mit Kindern und ältere Menschen. Weil ich flink und konzentriert bin, gelingt mir die Schlängelei ganz gut. Aber wehe ich werde mal was mit Kindern oder Alten machen.

Wären doch die Verkehrsentscheider in Saarbrücken Radfahrer. Zack! Über Nacht wäre das alles anders. So schnell könnte kein Supermarkt auf der grünen Wiese gebaut werden. Aber wie es so im Leben ist. Man, vor allem MANN, kümmert sich halt gerne um seine Sachen. Und um das, was er kennt und lenkt. Aber ich meckere nicht. Meckern schadet der Seele. Wenn ich es richtig sehe, darf die Stadt wirklich behaupten: Es tut sich was bezüglich Radverkehr. Aber da geht noch mehr!

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Der Beginn der Herausforderung

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Equipe: Lissbeth
Município: Riegelsberg im Regionalverband Saarbrücken

Hallo,

nachdem ich leider das Wochenende mehr oder weniger flach lag und nur auf Spazieren gehen beschränkt war, startete heute die Stadtradeln-Star-Herausforderung mit einem Termin, den ich normalerweise ehrlich gesagt mit dem Auto wahrgenommen hätte.
Denn ich musste heute Passfotos von mir schießen lassen und somit ging es mit Rennrad, Hemd, Krawatte und Sakko auf nach Heusweiler. Die Fahrradkleider zog ich drunter.
Anschließend düste ich zur Reinigung, nur um festzustellen, dass diese leider nicht mehr geöffnet ist.
Ich muss aber sagen, ich bereute es heute nicht. Auch wenn es mit Sakko ungewöhnlich war zu fahren, war es die Sache wert. Denn gerade die Strecke von RGB nach HW ist nicht selten mit Stress verbunden, auf dem Rad fuhr ich durchs Wohngebiet und vorbei an den Hauptstraßen und war sogar fast so schnell, wie mit dem Auto, und dazu weniger genervt.

Beim Pendeln zur Arbeit blieb mir der Starkregen erspart, aber dafür wird es morgen spannend, laut den aktuellen Wetterprognosen:)

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Sonnige Stunden im Park

Imagem Escrito em 19.05.2019 de Axel Stirn
Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Meine sonntagliche Spazierfahrt zum Teetermin bei Freundin bringt mich durch den Park. Und Parks, ja das sind die grünen Oasen im Grau der Städte. Horte der Stille und Langsamkeit.

Menschen sitzen beisammen, in kleinen Grüppchen. Manche trinken und essen mitgebrachte Speisen. Einige auch alleine. Sie lesen oder schlafen. Auf bequemen Parkbänken treffen sich die Älteren und schauen den Jüngsten beim Einradfahren zu. Ein Hund kläfft einer Frisbee hinterher. Tauben picken Brotkrumen. Am Baum sitzt ein verliebtes Päarchen.

Der Split knirscht unter meinen Reifen als ich vorbeifahre und zwei Bekannten winkend grüße und dabei einem Dackel ausweiche, der das heruntergefallene Erdbeereis nicht aufschlecken darf. Mitten in der Stadt. Menschen begegnen sich. So könnte es sein.

Ich kenne NIEMANDEN, der nicht gerne im Park ist - zumindest für manchmal und für kurz zum Durchlaufen. Auch im Winter. Alleine. Oder nachts bei Regen.

In Saarbrücken hatten die Bewohner, wie in anderen Städten auch, in der Vergangenheit keine Lust (mehr) auf so was. Sie beauftragten die Stadt mehr Platz für ihre Hightech-Fortbewegungsmittel zu schaffen, die sie abstellen müssten, wenn sie die 10 Prozent ihrer Nutzung (Fahren) damit erledigt hatten.

PARK-Platz. Ich schmeiß mich weg.

Wir schütteln den Kopf über die Idee, im Mittelalter den vollen Nachtopf zum Fenster hinaus auf die Straße zu schütten. In wenigen Jahren werden die Zukünftigen den Kopf schütteln über den Wahn, den wertvollsten Platz in unserer Stadt mit teuren FAHRzeugen zuzuSTELLEN.

Leute, echt. Dort könnten Kinder spielen und jedeR dem Lieblingsmenschen eine Brombeere anbieten. Machen wir die Parkplätze wieder zu Parks mit Platz zum Leben.

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Regen: Leben wie im Mittelalter

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Equipe: FreiRad
Município: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Als mein jugendlicher Sohn vor wenigen Wochen nach der Lektüre eines Romanes mit Rittern und Rössern in sentimentaler Mittelalternostalgie meinte, er hätte gerne früher gelebt, da fragte ich ihn, warum denn?
"Da war das Leben irgendwie echter, direkter", stammelte er. "Meinst du damit", suchte ich mit ihm die Worte, "das man damals mehr mit den Händen zu tun hatte, umgeben von Tieren mit Faust und Schwert kämpfte und Wind und Wetter ausgesetzt war?"
Als er nickte ergänzte ich. "Aber damals war auch alles sehr viel mühsamer, weit aus weniger bequem als heute. Und man wurde nass, wenn es regnete."
Das machte ihn nachdenklich.
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Fahrrad einmal quer durch die Stadt ins Hallenbad. Unterwegs fing es an zu schütten. Angesichts eines warmtrockenen Ziels fuhren wir lachend weiter. Als wir ankamen trugen wir hautenge Hosen an unseren kalten Beinen. Wir zerrten uns aus den klammen Klammotten und duschten uns warm.
Vier Stunden später, auf dem Nachhauseweg, schien wieder die Frühlingssonne.
Wenige Tage später bedankte sich mein Sohn für die "mittelalterliche Fahrradtour".

Heute kam der Regen leider erst nachdem die wichtigen Pressefotos gemacht waren. So musste ich für den Start meiner Karriere als hartgesottener Stadtradelstar mit trockenerer Hose aufs erste Bild. Sichtbar enttäuscht stehe ich neben ADFC Mann, Moderatorin, Bürgermeisterin, Politikerin und Radelstarkollege.
Als sich aber die Gruppe der Europa-Radler auf die Tour nach Kleinblittersdorf gemacht hatte, fielen die ersten Tropfen. Die Standbetreiber von VCD, ADFC und cargovelo packten eilig ihre Werbeheftchen zusammen.
Ich schwang mich auf den Sattel und machte mich auf den Heimweg. Und dann segneten uns die Wettergötter mit einem beeindruckenden Regen-Event.
Dicke Tropfen fielen senkrecht vom Himmel. Wüste Windböen peitschten Gischtwirbel in Winkel und an Wände. Es regnete wie im Mittelalter.
Ich gestehe, als es anfing wie aus Kübeln zu schütten, stellte ich mich auch unter. Aber ich bereute tief, dass ich nicht bei der Friedensfahrt nach Kleinblitterdorf von blauen, europäischen Regentropfen geadelte wurde.
Ok. Aber generell - bei meiner Ehre als Stadtradelstar; ich fahre bei jedem Wetter alle Wege mit dem Fahrrad.
Unbequem? Ja. Dafür lebendig.

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