Blogue da celebridade da campanha PEDALACIDADE: Weimar


Radfahren in Weimar

Imagem Escrito em 24.06.2019 de Dirk Reddmann
Equipe: KSSV Victoria Weimar (V)
Município: Weimar

Am letzten Tag des Stadtradelns hatte ich die große Freude, einen frisch gereinigten Ilmradweg nutzen zu können. Dies war der perfekte Abschluss der bewegten drei Wochen.

Während meiner Fahrten in Weimar bin ich nie auf die Idee gekommen, das Auto zu nutzen. Die Entfernungen sind überschaubar und auch die Topographie ist, wenn man nicht gerade nach Schöndorf möchte, radfahrtauglich.

Die Fahrradinfrastruktur Weimars hat sich in den letzten Jahren nur wenig weiterentwickelt. Ich hoffe, dass die Stadt zukünftig die notwendigen Ressourcen bereitstellen kann, um das Radverkehrskonzept Schritt für Schritt zu realisieren.

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Woche 2 : Stadtradeln-Reise Conegliano-Weimar Teil 1: Die Anreise

Imagem Escrito em 18.06.2019 de Dirk Reddmann
Equipe: KSSV Victoria Weimar (V)
Município: Weimar

In meiner zweiten Stadtradeln-Woche unternahm ich eine mehrtägige Radtour. Es sollte mal wieder über die Alpen gehen. Nach Sichtung diverser Zugverbindungen entschied ich mich für Conegliano nördlich von Venedig als Startpunkt. Die Kombination aus der Lage am Alpenrand und der bequemen Anreise mit nur zwei Umstiegen und dem Nachtzug waren ausschlaggebend. Zurück sollte es dann durch die Alpen und Bayern in Richtung Heimat gehen. Wie weit, würden das Wetter, der eigene Körper und die Lust am Radeln entscheiden. Mit München, Nürnberg oder Bamberg gibt es entlang der geplanten Strecke gute Anknüpfungspunkte an das ICE-Netz. Da hier der ICE 4 unterwegs ist, wäre auch der Radtransport kein Problem.

Für die Hinfahrt konnte ich jedoch leider keinen Radstellplatz buchen. So galt es, das Rad in ein fernzugkompatibles Gepäckstück umzugestalten. Das ist zum Glück recht einfach: Man muss nur das Vorder- und Hinterrad herausnehmen und seitlich am Rahmen fixieren. Dieses Paket wird dann anschließend kunstvoll mit Frischhaltefolie umwickelt und passt im Nightjet sogar unter die Liege.

Der Transport klappte wie geplant: Am späten Sonntagnachmittag ging es los. Schon nächsten Morgen fuhr ich mit dem Rad durch Conegliano.

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Woche 2: Stadtradeln-Reise Conegliano-Weimar Teil 2: Die Fahrt

Imagem Escrito em 18.06.2019 de Dirk Reddmann
Equipe: KSSV Victoria Weimar (V)
Município: Weimar

Auf den ersten 50 Kilometer durch die Poebene gab es beeindruckend viele Radwege. Doch diese endeten häufig im Nirgendwo. Vielleicht verpasste ich auch mal den entscheidenden Abzweig… So fuhr ich dann auf meiner ursprünglich geplanten Route über Nebenstraßen weiter. Da die Gegend jedoch dicht besiedelt und stark industriell geprägt ist, gab es leider überall viel Auto- und LKW-Verkehr. So war ich froh, als ich die Alpen erreichte. Ich hatte mir dort eine Strecke über sechs Pässe in Richtung Norden herausgesucht. Darunter „Juwelen“ wie der fast verkehrsfreie Passo Manghen (2047 m) und die unglaublich schöne Passkombination von Sella- und Grödnerjoch.
Um etwas leichter über die Berge zu kommen, hatte ich mein Gepäck vor der Reise deutlich reduziert. Frei nach Silbermond: „Es reist sich besser mit leichtem Gepäck.“ Meine Kleidung, Schlafsack und Kocher passten in eine kleine Packtasche.

Es dauerte eine Weile bis ich mich wieder an die ewig langen Auffahrten in den Alpen gewöhnt hatte. Schnell ist bei einem Aufstieg ein Vormittag vergangen. Insbesondere der 29 km-Anstieg zum Timmelsjoch (2505 m) mit über 1.800 Höhenmetern verlangte mir alles ab. Einige Passagen musste ich dann sogar schieben. Dort war auch extrem viel Betrieb. Es tummelten sich viele Ausflügler mit Auto, Motorrad, Wohnmobil und sogar uralten Traktoren. Teilweise fühlte ich mich wie auf einer Sportwagengala. Die Rennversionen der sowieso schon schnellen Wagen von Ferrari, Lamborghini und Porsche zeigten sowohl bergauf als auch bergab ihr beeindruckendes Leistungsvermögen. Das fand ich spannend, aber auf Dauer doch wegen der Geräuschkulisse nervig. Abgesehen davon, war die Fahrt durch die Alpen sehr entspannt. Ich bekam des Öfteren von den Vorbeifahrenden einen erhobenen Daumen gezeigt.

Dank der herrlich langen Tage und des schönen Wetters konnte ich relativ große Distanzen vor der phantastischen Alpenkulisse und anschließend durch die Bilderbuchlandschaften Bayerns zurücklegen. Am schönsten empfand ich immer die Zeit nach 18 Uhr. Allein auf den Straßen genoss ich die Fahrt in vollen Zügen. Das Zwitschern der Vögel, der Duft der Holunderblüten und die Ruhe der Dämmerung waren gefühlt nur für mich da. Einmal standen sogar ein paar Hirsche auf der Straße direkt vor mir. Grandios! Nach Sonnenuntergang begann dann immer die Quartiersuche. Naja, ich suchte mir eine Wiese in der Natur, wo ich meine Isomatte ausrollen und meine Plane aufspannen konnte. Oder ich nutzte auch mal einen Sportplatz mit gut gemähtem Rasen oder einen Spielplatz am Dorfrand als „Unterkunft“.

Langstreckenfahrten wie diese bestehen aus nur drei einfachen Dingen: Radfahren, Essen/Trinken und Schlafen. Der Fokus liegt dabei auf dem Radeln. Die durchaus vorhandene Monotonie hat etwas sehr Erholsames. Der Körper arbeitet ruhig, der Geist nutzt die freien Kapazitäten, um alle möglichen Dinge positiv zu durchdenken. Glücklicherweise hatte ich auch keine Sitzprobleme und auch mein Nacken machte mir keine Sorgen. Am Ende des Tages stand auf dem Tacho immer eine Nettofahrzeit von zehn bis 13 Stunden. Der Schnitt lag zwischen 20 und 24 km/h. In fünf Tagen fuhr ich 1190 km. Wenn ich nun am Schreibtisch sitze, kann ich es selbst kaum glauben, dass ich diese Strecke fuhr und vor allem so viel Spaß dabei hatte.

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Woche 2: Stadtradeln-Reise Conegliano-Weimar Teil 3: Sturz und Ankunft

Imagem Escrito em 18.06.2019 de Dirk Reddmann
Equipe: KSSV Victoria Weimar (V)
Município: Weimar

Am fünften und letzten Tag meiner Reise passierte es dann in der Nähe von Nürnberg:
Während der Fahrt hatte ich in einem Dorf kurz auf die Karte geschaut und dabei übersehen, dass sich die Straße vor mir verengt. So blieb plötzlich mein Vorderrad an der Bordsteinkante hängen und mein Rad schliff mehrere Meter an ihr entlang, ehe ich fiel. Es war mein erster Sturz mit Renn- oder Reiserad überhaupt. Verrückt fand ich, wie man einen solchen Moment wahrnimmt. Alle Informationen werden aufgenommen. Ich erinnere mich sogar daran, dass ich kurz vor dem Aufprall dachte: „Es ist gut, dass ich einen Helm trage.“. Der Sturzhelm hat ein paar Kratzer davongetragen und ich zum Glück nur einige Hautabschürfungen. Diese wurden in der direkt neben der Unfallstelle liegenden Tierarztpraxis perfekt versorgt. Die Hunde mussten solange warten. Danke hierfür!

Trotz kaputtem Trikot, zerfetzter Hose, und angerissener Felge konnte ich aber meine Fahrt bis nach Hause fortsetzen. Kurz vor der Haustür traf ich in Weimar noch einen Freund. Dieser war auch gerade als Stadtradler unterwegs und nutzte die abendlichen Stunden, um seine Mannschaft weiter nach vorn zu fahren. Mit 303 km in den Beinen nahm ich dann überglücklich meine Familie wieder in die Arme.

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Fazit Woche 1

Escrito em 13.06.2019 de Dirk Reddmann
Equipe: KSSV Victoria Weimar (V)
Município: Weimar

Bisher hat mir das Stadtradeln großen Spaß gemacht und ich konnte alle meine Wege mit problemlos mit dem Fahrrad zurücklegen. Von der zuvor beschriebenen Situation abgesehen, bin ich nicht auf die Idee gekommen, das Auto zu benutzen und habe dieses auch nicht vermisst.

Beeindruckt war ich davon, wie gut am Sonntag des Himmelfahrtswochenendes der Transport von uns als vierköpfiger Familie mit vier Fahrrädern mit Packtaschen in der S-Bahn Mitteldeutschland und im Abellio-Netz geklappt hat. Es war zwar, wie erwartet, voll, aber moderne Züge, entspannte Mitreisende und freundliche Zugbegleiter haben die bequeme und pünktliche Fahrt an diesem Radtouren-Rückreise-Tag ermöglicht.

Das Wetter war bisher perfekt und ich freue mich auf die nächsten zwei Wochen!

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Mein aha-Erlebnis in Woche 1: Fast in die Gewohnheitsfalle getappt

Imagem Escrito em 07.06.2019 de Dirk Reddmann
Equipe: KSSV Victoria Weimar (V)
Município: Weimar

Das Dasein als Stadtradeln-Star kann schnell zu Ende sein. Bei mir hatte es nur neun Stunden gedauert, und ich wäre fast mit einem Auto zum Supermarkt gefahren…

Was war geschehen: Wir als Familie waren am Wochenende in meiner Heimatstadt, um den 80. Geburtstag meiner Mutter gebührend zu feiern. Meine Frau und ich erhielten noch die Aufgabe, Getränke für das anstehende Fest zu besorgen. In Weimar wäre die Sache für uns völlig klar: Packtaschen ans Rad, Rucksäcke auf den Rücken und zügig in die Pedalen getreten.

Überraschenderweise fiel ich in meinem Heimatort in alte Verhaltensmuster zurück. Ganz selbstverständlich wollte ich das Auto meiner Mutter zum Einkaufen nehmen. Förmlich in letzter Sekunde wurde mir bewusst, dass ich drei Wochen kein Auto nutzen wollte. So gab es dann ungläubige Blicke seitens der Geburtstagsgäste, als wir mit den Fahrrädern die Getränke holen wollten. Da wir die vorherigen Tage zu einer herrlichen mehrtägigen Radtour entlang der Saale nutzten und somit Räder und Packtaschen dabei hatten, konnten wir entspannt zum Supermarkt radeln und einkaufen. Das ging natürlich problemlos. ;-)

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